Damals in Frankfurt

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#32: 100 Jahre Haus der Jugend mit Dieter Wesp

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Es ist der 27. Juni 1926 als es zur größten Jugendaktion in der Geschichte der Stadt kommt: Ein riesiger Demonstrationszug zieht von der Innenstadt bis ins Waldstadion - und das mit einem Ziel: Aufmerksamkeit schaffen und Geld sammeln für ein „Haus der Jugend“.

An der Demonstration beteiligen werden sich viele - bis zu 30 Tausend Menschen sollen damals dabei gewesen sein. Und ihre Forderung wird war:

1930 wird am Dornbusch das erste „Haus der Jugend“ eröffnet - und das soll Jugendzentrum und Jugendherberge zugleich sein.

Doch mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten folgt der Einschnitt: der Verein hinter dem "Haus der Jugend" wird gleichgeschaltet - und auch nach dem Zweiten Weltkrieg geht es am Dornbusch nicht weiter.

Denn nach 1945 beschlagnahmen die US-Amerikaner den Bau - doch zeitgleich helfen diese beim Bau eines neuen "Haus der Jugend" am Sachsenhäuser Mainufer.

Ein Bau, der weit mehr sein wird als nur eine reine Jugendherberge: Hier trifft sich die iranische studentische Opposition, hier tagt der erste Bundesfrauenkongress – und hier findet sogar die erste internationale Wikipedia-Konferenz statt.

In den 1990er Jahren kehrt dann auch das erste Haus am Dornbusch zurück in den Besitz des Vereins - und der wiederum vermietet das Haus seitdem unter anderem an die Jugendbildungssstätte Anne Frank und den Frankfurter Jugendring.

Da ist also eine Menge passiert in den letzten 100 Jahren - und intensiv damit auseinandergesetzt hat sich der Stadtführer und Stadthistoriker Dieter Wesp, der uns all das was in diesem einem Jahrhundert passiert ist, heute noch einmal genauer erzählen wird.

Dass Dieter heute in meinem Podcast ist - das bedeutet mir total viel. Denn er war es, der mit einer anderen Geschichte - der Villa Speyer in Sachsenhausen, die später als Villa Kennedy bekannt wurde - mein Interesse an Frankfurts Geschichte erst so richtig geweckt hat.


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